Unser erster ARKADIA-packt-an-Tag im Bethanien Kinderdorf

Veröffentlicht von am 26. April 2017 · 3 Kommentare

Menschlich. Messbar. Macher.

An einem sonnigen Frühlingstag Ende März machten sich einige ARKADIAner auf zu unserem ersten „ARKADIA-packt-an-Tag“. Gemäß unserem Motto haben wir an diesem Tag die Laptops zuhause gelassen, die Ärmel hochgekrempelt und unsere Kräfte ausnahmsweise nicht für unsere Kunden, sondern für die Kleinsten in unserer Gesellschaft eingesetzt. Und so verbrachten wir einen schönen Nachmittag im Bethanien Kinderdorf in Bergisch Gladbach mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen.

Die Geschichte des Kinderdorfes Bethanien in Bergisch Gladbach

Der Tag startete mit einer Einführung in das Konzept der Bethanien-Kinderdörfer sowie vielen Informationen zu den Hintergründen der Einrichtung, deren Gründung und der Entwicklung bis heute.

So erfuhren wir, dass die Dominikanerinnen von Bethanien nach dem zweiten Weltkrieg Kinderdörfer gegründet hatten, um ursprünglich die vielen elternlosen Kinder zu betreuen. Heute werden dort Kinder betreut, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern leben können. Das Kinderdorf in Bergisch Gladbach selbst entstand Ende der 60er Jahre und das durch keinen Geringeren als Prof. Gottfried Böhm, womit wir an diesem Tag auch noch in einen architektonischen Hochgenuss kamen.

Einige der Gründungsschwestern leben und arbeiten auch heute noch in dem Kinderdorf. Neben den Dominikaner-Schwestern gibt es inzwischen aber auch andere Frauen, die als Kinderdorf-Mutter mit durchschnittlich acht Kindern dort leben. Mit Hilfe von weiteren Betreuern und anderen Mitarbeitern werden so über 100 Kindern umsorgt.

Seitens der Schwestern wird im Kinderdorf trotz des christlichen Hintergrundes bewusst auf die Ordenstracht, den Habit, verzichtet, um den Kindern ein Umfeld zu bieten, in welchem sie sich auf ihre Grundbedürfnisse ausgerichtet und vollkommen frei entwickeln können. Überhaupt ist eine besondere Offenheit zu spüren. Dies bestätigt sich spätestens, wenn man erfährt, dass in den klösterlichen Räumlichkeiten auf Initiative der Schwestern eine syrische Flüchtlingsfamilie muslimischen Glaubens untergebracht wurde und dort heute voll integriert in die Kinderdorf-Gemeinschaft mitten im Kloster lebt.

Ein sonniger Nachmittag mit viel Spaß und Freude für Alle

Nach einer kurzen Führung über die gesamte Anlage, wurden wir bereits ungeduldig von den Kindern erwartet, mit denen wir den Nachmittag verbringen würden.
Ein Teil von uns krempelten die Hosenbeine hoch oder zog die Gummistiefel an und nahmen sich die von den Kindern erbauten Staudämme des Flehbachs vor. Das war nicht nur eine riesen Gaudi, sondern bewahrte Refrath auch vor einer drohenden Wasserknappheit.
Der andere Teil bastelte gemeinsam mit den Kindern Osterkarten und gestalteten farbenfrohe Ostereier. Die Kinder selbst verwandelten sich beim Kinderschminken in Piraten, Tiger, Katzen, Regenbogen und Eulen.

Anfängliche Schüchternheit wurde mit einem Lächeln und dem ein oder anderen Gummibärchen überwunden, aber insgesamt erlebten wir die Kinder als sehr offen, lustig und engagiert.
Und so konnten wir mit nur relativ wenig Aufwand viele Kinderaugen zum Strahlen und ein wenig Abwechslung in den Alltag des Kinderdorfs bringen.
Insgesamt war es für beide Seiten ein rundum gelungener Tag und alle gemeinsam hatten wir jede Menge Spaß.

Wir waren gekommen, um das Kinderdorf zu unterstützen und den Kindern einen tollen Nachmittag zu bereiten. Doch am Ende waren es auch wir, die aus diesem Tag sehr viel mitnehmen konnten und ein wenig Erdung erfahren haben.

 

Weitere Eindrücke und Fotos vom ARKADIA-packt-an-Tag 2017

Beiträge des Bethanien Kinderdorfes:

Beitrag zum ARKADIA-packt-an-Tag 2017