Führungs- und Unternehmenskultur 4.0 – Führung der Generation Y

Veröffentlicht von am 24. März 2017 · Kommentieren

Die Generation Y, auch Digital Natives genannt, ist in einer zunehmend digitalen Welt aufgewachsen. Smartphones, Wearables, WhatsApp, Facebook, Twitter, Snapchat, Instagram und vieles mehr gehören zum kommunikativen Alltag dieser Generation. Auch während ihres Studiums konnten die heute 20- bis 35-Jährigen ein hohes Maß zeitlicher Selbstbestimmung an ihren digitalisierten Alma Maters in Anspruch nehmen. Vorbei sind die Zeiten überfüllter Hörsäle und von Mitschriften AGs – Vorlesungen werden heute im Internet per Live Stream übertragen und Vorlesungsunterlagen sind digital auf den Homepages der Lehrstühle abrufbar.

Wenn diese Generation auf die unternehmerische Wirklichkeit trifft, trifft sie sprichwörtlich der Schlag. Strenge Hierarchien ersticken in vielen Unternehmen Innovations- und Fehlermentalität, lange Flure mit geschlossenen Türen, hinter denen sich Büros mit ein oder zwei Arbeitsplätzen verbergen, würgen die Kommunikation ab. Es bleibt einzig die Erkenntnis, wie viele Abstufungen der Farbe Grau es gibt – nachzuzählen anhand der Anzüge der Kollegen.

Während Unternehmen viel Energie, insbesondere auf Prozessautomatisierung und Digitalisierung der Kundenschnittstelle setzen, werden die Digitalisierung der Arbeitswelt sowie die Weiterentwicklung der Organisation und der Zusammenarbeit weitgehend vernachlässigt. Unsere Projekterfahrung zeigt jedoch: Digitalisierung besteht nur zu 25% aus IT/Technologie und zu 75% aus dem Faktor Mensch.

Lange Zeit – teilweise bis in die Gegenwart – war die große Mehrheit der Jobs streng weisungsgebunden. Eigeninitiative, selbständiges Denken oder Kreativität waren dort nicht gefordert. Um Mitarbeiter der Digitalgesellschaft für sich zu gewinnen und an sich zu binden, müssen Unternehmen ihre Kulturen und Führungsstrukturen verändern. Denn in der heutigen Zeit braucht es mehr denn je Mitarbeiter, die sich durch Kreativität, Empathie und die Fähigkeit des ganzheitlichen Denkens auszeichnen.

Was ist also zu tun? Selbstbestimmung und Sinnhaftigkeit fördern!

Wir brauchen also eine neue Führungs- und Unternehmenskultur. Eine hierarchische Struktur ist für die Organisation von komplexem Wissen nicht erforderlich – im Gegenteil. Mitarbeiter brauchen Freiraum, um Wissen zu verarbeiten, sich zu vernetzen und Innovationen hervorzubringen.

Unternehmen müssen daher flexible und mobile Arbeitsformen schaffen. Dazu gehören moderne Raumkonzepte, die produktives Arbeiten mit einer kreativen Atmosphäre verbinden, aber auch Collaboration, Co-Creation, Crowdsourcing sowie die Nutzung des Konzepts der Weisheit der Vielen. Darüber hinaus bieten branchenübergreifende Kooperationen die Chance für Cross Innovation.

Bei ARKADIA geht das so. Keine Titel, keine Hierarchien, keine Abteilungen, keine Budgets, kein künstlich geschaffener Leistungsdruck. Stattdessen: Selbstverantwortung, Feedback, Lernen, Freiheit, Beteiligung an unternehmerischen Entscheidungen und Spaß – so schaffen wir schnell Wert für unsere Kunden.